KreaWolke – Ein N2GDLE-Ansatz als Plattform der Zukunft

Next-Next Generation Digital Learning Environment: N2GDLE ist eine Weiterentwicklung klassischer LMS. Es vernetzt soziale Lernformen, adaptive Lernpfade und datengestützte Analysen.[1]

Digitale Systeme gehören heute selbstverständlich zum Schulalltag. Sie erleichtern die Bereitstellung von (Lern-)Materialien, das Einsammeln von Aufgaben, die Organisation von Terminen oder die Dokumentation von Leistungen. Diese Funktionen sind wichtig und bilden die organisatorische Basis. Häufig bleibt der pädagogische Nutzen jedoch Nebensache. Gerade bei klassischen LMS sind einige wertvolle Funktionen – etwa die kontinuierliche Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler über Fächergrenzen und längere Zeiträume hinweg – technisch gar nicht umsetzbar. Die KreaWolke verschiebt diese Schwerpunktsetzung und stellt die Pädagogik in den Mittelpunkt.

Die KreaWolke wurde aus dem Schulalltag heraus entwickelt und orientiert sich konsequent am gesamten Lernprozess. Während klassische Schul-LMS vor allem die Verwaltung digitalisieren – eine Klasse, ein Fach, ein Tempo – und primär Kurse oder digitale Klassenräume organisieren, erweitert die KreaWolke diese Struktur zu einem flexiblen Lernökosystem. Sie integriert digitale Kursräume, die an jeden Bedarf anpassbar sind, Lernaktivitäten und Rückmeldungen in einem vernetzten Lernprozess. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der einzelnen Schülerinnen und Schüler. Lernziele werden sichtbar, die Unterrichtsplanung kann sich daran orientieren, und qualifizierte Rückmeldungen unterstützen gezielt den Aufbau von Kompetenzen. So können Lehrkräfte den Lernstand nachvollziehen und ihren Unterricht gezielt anpassen.

Kollaboration & individuelle Förderung

Die KreaWolke verbindet zwei Perspektiven, die im schulischen Alltag nicht immer leicht zu vereinbaren sind: gemeinsames Lernen und individuelle Unterstützung. Digitale Werkzeuge ermöglichen Austausch, Kooperation und Projektarbeit. Lehrkräfte können dabei gleichzeitig individuellen Unterstützungsbedarf erkennen und genau da unterstützen, wo es für die einzelnen Schülerinnen und Schüler notwendig wird.  Durch die Digitalisierung wird das Unterrichtsgeschehen also nicht automatisiert, sondern eine Struktur geschaffen, die Lehrkräften hilft, individuelle Unterstützung auf Basis tatsächlicher Bedarfe zu bieten. So bleibt wieder mehr Zeit für die eigentlichen pädagogischen Tätigkeiten im Schulalltag.

Ein weiterer Unterschied zu klassischen Systemen liegt in der zeitlichen Perspektive: Lernprozesse enden nicht mit dem Jahreszeugnis. Die KreaWolke ermöglicht ein durchgängiges Lernprofil, in dem Kompetenzen, Interaktionen und Entwicklungsfortschritte langfristig sichtbar bleiben. Dies erleichtert Übergänge zwischen Klassenstufen oder bei wechselnden Lehrkräften und ermöglicht transparente Einblicke in den Lernstand bei Gesprächen zwischen Eltern und Lehrkraft.

Datengestützte Analyse

In einer N2GDLE Plattform werden Daten zu Lernaktivitäten, Aufgabenbearbeitung, Interaktionen und Kompetenzentwicklungen systematisch erfasst und aufbereitet. Diese Informationen werden übersichtlich dargestellt, sodass Lehrkräfte auf einen Blick erkennen können, wie Schülerinnen und Schüler vorankommen, wo sie Unterstützung benötigen oder welche Lernenden besondere Herausforderungen meistern. Auf Basis dieser Auswertungen lassen sich Lernprozesse gezielt begleiten, zusätzliche Aufgaben oder Hilfestellungen anbieten und kompetenzorientierte Leistungen bewerten.

Lehrkräfte als Lernbegleiter

Die KreaWolke geht davon aus, dass sich die Rolle der Lehrkraft zunehmend verändert: weg von der reinen Wissensvermittlung hin zur Begleitung von Lernprozessen durch Lehrkräfte.

Lehrkräfte können die Entwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler im Blick behalten und gezielt unterstützen, etwa durch Rückfragen, Hinweise oder zusätzliche Aufgaben. So wird individuelle Förderung ermöglicht, ohne dass Schülerinnen und Schüler beim selbstständigen Lernen sich selbst überlassen bleiben. Der Fokus liegt auf pädagogischem Handeln, unterstützt durch intelligente digitale Werkzeuge.

Modulares System & Low-Code-Technik

Technisch ist die KreaWolke offen angelegt und lässt sich mit bestehenden digitalen Systemen kombinieren. Über standardisierte Schnittstellen können vorhandene Programme eingebunden werden, sodass keine einzelnen Insellösungen entstehen. Die Funktionen der KreaWolke sind modular aufgebaut und können nach Bedarf ergänzt werden. Auch bei neuen Entwicklungen – etwa durch veränderte rechtliche Anforderungen – lassen sich Anpassungen auf Grundlage der Low-Code-Architektur zügig umsetzen. Neue Funktionen sind dadurch schneller realisierbar und benötigen weniger externe Entwicklungsressourcen. Für die schulinterne IT bedeutet dies: Der Integrationsaufwand bleibt überschaubar, bestehende Strukturen können weiter genutzt werden, und neue Funktionen lassen sich flexibel ergänzen.

Die KreaWolke erweitert mit dieser modernen Technik die Möglichkeit klassischer LMS und bietet eine zukunftsfähige Plattform, die Unterricht, Verwaltung und Kommunikation miteinander verbindet, individuelle Förderung systematisch unterstützt und Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler gleichermaßen begleitet.

[1] Studien und Forschungen (2019-2025) zeigen, dass N2GDLE Lernmotivation und individuelle Kompetenzentwicklung steigert und die Lerneffektivität durch Personalisierung und transparente Rückmeldungen verbessert.

  • Phil Long & Jon Mott (2017), The N²GDLE Vision: The “Next” Next Generation Digital Learning Environment, Educause Review
  • Brown, N. Millichap & J. Dehoney (2015), The Next Generation Digital Learning Environment: A Report on Research, EDUCAUSE Learning Initiative

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